Holzarten

Mit der Nachfrage nach Starkholz wird die nachhaltige Forstwirtschaft von sturmstabilen Mischwäldern gefördert. Weltweit kann jedes schwere, langsam gewachsene Holz regional vorkommender Baumarten verwendet werden. Im europäischen Raum sind das - neben der bevorzugten Weißtanne - Lärche, Kiefer und Eiche sowie Fichten aus Hochgebirgslagen.

"Die Weißtanne kommt.
Langsam, aber stark!"

Weisstanne  
Ausgewählte Weißtannen ab einem Alter von ca. 90 Jahren werden für den Duffner Blockbau im Winter gefällt.

Wir beziehen unser Holz über regionale Sägewerke aus heimischen Wäldern: dem Nord- und Südschwarzwald, dem Schwäbischen und dem Fränkischen Wald.

Der immergrüne Nadelbaum verdankt seinen Namen der hellen, weißgrauen Rinde. In ihrer Jugend ist die Weißtanne sehr tolerant gegenüber starker Beschattung. Sie wächst dann sehr langsam und bildet schmale Jahresringe. Dieses Holz mit schmalen Jahresringen ist fester und härter als solches mit breiten Jahresringen, man spricht dann auch von feinjährigem Holz.

Fällt dann ein alter Nachbarbaum, erwacht die Weißtanne aus ihrem Schattenschlaf und entfaltet sich zu ihrer vollen Größe. Überwiegende in Mischbeständen vorkommend, überragt sie die anderen Bäume einzigartig durch ihre Höhe - bis zu 65m. Die Weißtannen bilden im Wald ein zweite Baumschicht über Buchen und Fichten. Diese zweite Bestandesstruktur errinnert an tropische Regenwälder und kommt ohne die Weißtanne bei uns nirgends vor.
Ihre kräftige Pfahlwurzel macht sie ausgesprochen sturmfest.
Mischwälder mit hohem Weißtannenanteil gehören zu den vorratsreichsten und produktivsten Wäldern Mitteleuropas. Als Grundsatz der naturnahen Forstwirtschaft gilt, die Nachhaltigkeit, das heißt, daß dem Wald nur soviel Holz entnommen wird wie nachwächst, gegebenenfalls aufgeforstet wird.

Der Reifholzbaum...

 

Weisstanne  
von außen nach innen aufgebaut durch Splintholz und dann Reifholz, das eigentliche Kernholz fehlt. Das weißlich bis hellgelb glänzende Holz findet seit jeher Verwendung als:

  • Bau- und Konstruktionsholz, d.h. als tragendes Gebälk für Blockhäuser, Türme, Bauernhöfe, Schiffe...
    Bsp.: konstruktive Teile des Freiburger Münsters sind aus
    1000 jährigem Weißtannenholz .
  • Ruhiges Holz für den Innenbereich, harzarm, geringer Schwund, gute Biegsamkeit und Elastizität.
    Bsp.: Expo Dach, 40 x 40 m mächtige Holzschirme aus Weißtanne und Wiederaufbau der kreisförmigen Empore der Dresdner Frauenkirche aus Weißtanne
  • robustes Holz gegen Witterungseinflüsse, Weißtannenschindeln als Hausfassaden und auf Dächern, dienten über Jahrhunderte hinweg als nahezu unverwüstlicher Wetterschutz.
    Bsp.: Bauernhäuser im Schwarzwald

Einheimisches Holz...

 

Weisstanne  
... ist ausreichend vorhanden und wird auf kürzesten Wegen gewonnen:



" In den Wäldern der Bundesrepublik wächst derzeit mehr Holz als genutzt wird. Der Gesamtzuwachs liegt bei rd. 60 Mio. m3 jährlich, der durchschnittliche Holzeinschlag an Nutzholz bei nur rd. 40 Mio. m3 jährlich..."

... zu nutzen, ist praktizierter Umweltschutz:
"In einem Kubikmeter Holz von durchschnittlich 0,5 t Raumgewicht sind 255 kg Kohlenstoff gespeichert. Auch die Verwendung von langlebigen Holzprodukten im Bauwesen oder als verschiedene Holzwaren trägt zur langfristigen C - Speicherung bei ... "

... besitzt eine sehr gute Ökobilanz:
"Der Wald ist eine Produktionsstätte, die allein mit Sonnenenergie betrieben wird. Der Energieeinsatz für die Bereitstellung des Rohstoffes Holz ist dadurch wesentlich geringer als bei jedem anderen Rohstoff. Umweltbelastungen infolge der Holzproduktion gibt es nicht. Wald belastet den Naturhaushalt nicht, sondern ist einer seiner wertvollsten Bestandteile."

Literatur: Prof. Dr. A. Frühwald: "Informationsdienst Holz", Deutsche Gesellschaft für Holzforschung e.V. München

 

 

  72181 Starzach-Sulzau | Eulentalstr. 17 | Telefon: 07472/42 405 | Fax: 07472/441 221